24h-Betreuung · Kosten

Was 24-Stunden-Betreuung
wirklich pro Monat kostet.

Vier Faktoren bestimmen die monatlichen Kosten: Pflegestufe, Modell (Agentur oder Selbstanstellung), Kanton (für die Hilflosenentschädigung) und allfällige ergänzende Spitex. Hier die transparente Übersicht.

Stand 14. Mai 2026Eigene Berechnung
Schweizer Franken-Banknoten neben Taschenrechner und Quittung auf einer Holzfläche
Drei Kostenebenen

Was du wirklich monatlich zahlst.

Bruttokosten
5 800–11 800CHF/Monat

Vermittlungsagentur oder Selbstanstellungs-Modell · höher bei schwerer Pflegestufe

− Hilflosenentschädigung
−410 bis −1 640CHF/Monat

Stufe leicht / mittel / schwer · steuerfrei, vermögensunabhängig

+ Ergänzende Spitex
+0 bis +600CHF/Monat

Behandlungspflege bei medizinischen Anforderungen · KVG-vergütet, mit Selbstbehalt

Drei Beispielrechnungen

Konkrete Monats-Effektivkosten.

Vater, 78, leichte Pflege · Selbstanstellung · Aargau
Effektiv pro Monat
5'390CHF
5'800 brutto − 410 HE + 0 Spitex
Mutter, 84, mittlere Pflege mit beginnender Demenz · Agentur · Zürich
Effektiv pro Monat
8'425CHF
9'200 brutto − 1'025 HE + 250 Spitex
Eltern beide, mittel/schwer · Agentur (Doppelpflege) · Bern
Effektiv pro Monat
11'860CHF
13'000 brutto − 1'640 HE + 500 Spitex
Selber rechnen

Für deine Situation.

Vier Eingaben, eine konkrete Monatszahl mit Hilflosenentschädigung verrechnet:

Schritt 1 · Pflegesituation

Orientiert sich an BESA / RAI-Einstufung der Spitex.

Agenturen sind teurer, dafür mit Steuern, Versicherung und Urlaubsvertretung. Selbstanstellung ist günstiger, aber administrativer Aufwand entfällt nicht.

Bestimmt die Hilflosenentschädigung, die du dazurechnen kannst.

Schritt 2 · Monatliche Kosten

24h-Betreuung im Zürich

Vermittlungsagentur (legaler Schweizer Vertrag), Pflegestufe Mittel (BESA 2-3)+ CHF 9'200.00
Ergänzende Spitex (Behandlungspflege)+ CHF 250.00
Hilflosenentschädigung (mittel · CHF 12'300.00/Jahr) CHF 1'025.00
Effektivkosten pro MonatCHF 8'425.00/Monat
Jahres-Hochrechnung ≈ CHF 101'100.00
Die Werte basieren auf Marktbeobachtung legaler Schweizer 24h-Anbieter (2025). Tatsächliche Kosten variieren je nach Anbieter, Sprachanforderung und Übergabe-Modell. Bei Demenz-Pflege oder medizinischer Behandlungspflege steigt der ergänzende Spitex-Anteil. Hilflosenentschädigung muss separat beantragt werden, bei der zuständigen IV- oder AHV-Stelle.
Was die Kosten beeinflusst

Sechs Faktoren, ehrlich.

1. Pflegestufe: Bei BESA 1 reichen oft 12 bis 16 Stunden pflegerischer Tätigkeit pro Tag. Bei BESA 4 oder fortgeschrittener Demenz braucht es teilweise zwei Personen im Wechsel. Die Bruttokosten verdoppeln sich nicht linear, aber nehmen deutlich zu.

2. Sprachliche Anforderung: Reine Deutschsprachigkeit der Betreuungsperson ist teurer. Polnische oder rumänische Pflegerinnen mit Grundkenntnissen kosten CHF 1 500 bis 2 500 weniger pro Monat als perfekt deutschsprachige Schweizer Care-Givers.

3. Übergabe-Modell: Klassisch sind 2-Personen-Modelle mit zwei- bis dreiwöchigem Wechsel. Längere Einsätze kosten mehr, weil sie für die Betreuungsperson erschöpfender sind.

4. Ergänzende Spitex: Wenn keine Behandlungspflege nötig ist, fallen keine Spitex-Kosten an. Bei mittlerer Pflegestufe ist eine Spitex-Pauschale von CHF 250 monatlich realistisch.

5. Hilflosenentschädigung: Wer noch keine beantragt hat, sollte das vor der Aufnahme der 24h-Betreuung tun. Mehr unter unserem HE-Ratgeber.

6. Selbst-Anteil der Familie: Familien, die nachts oder am Wochenende selber Präsenz übernehmen, können die kostenintensive 24h-Komponente reduzieren · etwa auf eine Tages-Betreuung mit Übernachtungs-Pauschale.

FAQ

Häufige Fragen zu 24h-Kosten.

Was kostet eine 24-Stunden-Betreuung in der Schweiz minimal?
Bei einer Selbstanstellung mit leichter Pflegestufe und geringer ergänzender Spitex landen die monatlichen Bruttokosten bei rund CHF 5 800. Mit Hilflosenentschädigung leicht (CHF 410/Monat) reduzieren sich die effektiven Kosten auf etwa CHF 5 400. In Kombination mit weiteren Eigenleistungen der Familie ist eine Untergrenze von CHF 4 500 realistisch.
Gibt es einen Schweizer 24h-Anbieter unter CHF 5 000 pro Monat?
Nein · nicht legal. Wer Tarife unter CHF 4 500 monatlich anbietet, kalkuliert in der Regel ohne korrekte Sozialversicherungs-Abrechnung oder mit Schwarzarbeit. Beides exponiert die Familie zu massiven rechtlichen und finanziellen Risiken bei Unfällen, Krankheit oder Steuerprüfungen.
Übernimmt die Krankenkasse einen Teil der 24h-Betreuung?
Die Krankenkasse zahlt nicht die Betreuung selbst, sondern nur die KVG-pflegerischen Anteile (Grundpflege Cat. C, Behandlungspflege Cat. B). Diese werden über eine ergänzende Spitex-Verordnung abgerechnet · typisch CHF 250 bis 600 pro Monat.
Sind die Kosten steuerlich abziehbar?
Ja, im Rahmen der Krankheits- und Behinderungskosten sowie als Pflegekosten. Mehr unter unserem Ratgeber zu Steuerabzügen für pflegende Angehörige.
Nächster Schritt

Anbieter finden, die zu dir passen.

Fünf kurze Fragen zur Pflegesituation, konkrete Empfehlungen innert 2 Werktagen. Du zahlst nichts.

Quiz starten